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	<title>geloggd &#187; Philosophie</title>
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	<description>Weblog von Alexander Filipović</description>
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		<title>Freundschaft im Web 2.0</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 20:03:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verändert sich unser Begriff von Freundschaft im Neuen Netz? Am 12.06.2010 bin ich zu einem Vortrag und der Leitung einer  Gesprächsrunde zum Thema “Freundschaft im Web 2.0″ in die Kath. Akademie München eingeladen. Bei der Tagung geht es um “Freundschaft  – Band fürs Leben. Aktualität einer besonderen Beziehung“. Es verspricht ein interessantes Programm [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verändert sich unser Begriff von Freundschaft im Neuen Netz? Am 12.06.2010 bin ich zu einem Vortrag und der Leitung einer  Gesprächsrunde zum Thema “Freundschaft im Web 2.0″ in die Kath. Akademie München eingeladen. Bei der Tagung geht es um “<a href="http://www.kath-akademie-bayern.de/contentserv/www.katholische.de/index.php?StoryID=134&amp;eventID=524">Freundschaft  – Band fürs Leben. Aktualität einer besonderen Beziehung</a>“. Es verspricht ein interessantes Programm zu werden, bisher ist aber noch nichts veröffentlicht worden (ich habe nur einen Entwurf gesehen).</p>
<p>Nun zeichnet Freundschaft sich ja durch Ortlosigkeit aus: Wir haben eine Intuition, was das ist und das es etwas Gutes ist, aber das Bezeichnete lässt sich schwer fassen (vgl. die Studie von Silvia Bovenschen &#8220;Die Bewegungen der Freundschaft&#8221;) und verflüssigt sich im Moment des (theoretischen) Zugriffs. Bei Luhmann kann man lernen, dass es um einen <em>sozialen </em>Begriff von Zusammengehörigkeit ging und in diesem Sinne &#8220;Freundschaft&#8221; eine doppelte Zielrichtung der Integration persönlicher wie auch sozialer Beziehungen hatte (hatte! &#8211; alles alteuropäische Semantik).<sup id="citation-278-1" class="footnote"><a href="#footnote-278-1">1</a></sup></p>
<p>In der modernen differenzierten Gesellschaft verliert Freundschaft in mindestens sozialer Hinsicht sein integrierendes Moment, ohne aber dabei das soziale Moment überhaupt einzubüßen. Nähe, auch körperliche Nähe (auch Männer umarmen ja ihre Freunde und klopfen sich zum Zeichen, dass die Umarmung abzubrechen ist, einander kräftig auf die Schulter&#8230;), Beziehung, die Tendenz, Sachverhalte und Probleme persönlich zu verhandeln, die Akzeptanz einer bestimmten Verpflichtung im Rahmen einer Freundschaft usw. prägen nicht mehr die Ordnung der Gesellschaft, bleiben aber natürlich persönlich relevant und beruhen natürlich auf sozialen Konventionen, Traditionen, Geschichten und Überlieferungen.</p>
<p>Ob das alles auch im Neuen Netz gilt? Ich vermute schon. Die Erwartungen an Freundschaften werden sich zwar verändern (wie sie es schon immer getan haben), aber die Netzartigkeit der Freundschaft wird zunächst nichts daran ändern, dass es sich immer noch um Freundschaften handelt.</p>
<p>Aber das sind nur erste Überlegungen. Ich habe zwei Texte, die mir weiterhelfen. Vielleicht hat der ein oder andere ja noch einen Hinweis:</p>
<ul>
<li>Schmidt, Jan-Hinrik; Hasebrink, Uwe; Paus-Hasebrink, Ingrid (Hg.) (2009): Heranwachsen mit dem Social Web. Zur Rolle von Web 2.0-Angeboten im Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Berlin: Vistas-Verl. (Schriftenreihe Medienforschung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen, 62), S. 268-277.</li>
<li>Schmidt, Jan-Hinrik (2009): Die Kinder von XING und ICQ. In: neue gespräche, H. 6, S. 14–17.</li>
</ul>
<div id="footnotes">
<hr />
<p id="footnote-278-1"><sup><a href="#citation-278-1">1</a></sup> Vgl. dazu die interessante Studie: Kersten, Catrin (2008): Orte der Freundschaft. Berlin: Kulturverl. Kadmos (Kaleidogramme, 22)</p>
</div>
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		<title>Medien, Technik und Bildung</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jan 2009 13:53:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute kam mit der Post mein Belegexemplar des Buches &#8220;Medien, Technik und Bildung&#8221; (hg. von Michael Wimmer,  Roland Reichenbach und Ludwig Pongratz; Verlagsseite, Amazon). Sehr interessante Beiträge versammeln sich hier, die vor allem medien- und bildungstheoretisch von Interesse sein können. Der Klappentext:
&#8220;Medien sind zu einem Thema geworden, das als inhaltliche Querdimension alle Sparten der Erziehungswissenschaft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-76741-7.html"><img class="alignleft" style="float: left;" src="http://www.schoeningh.de/typo3temp/pics/c56cbfb5be.jpg" alt="Medien, Technik und Bildung" /></a>Heute kam mit der Post mein Belegexemplar des Buches &#8220;Medien, Technik und Bildung&#8221; (hg. von Michael Wimmer,  Roland Reichenbach und Ludwig Pongratz; <a href="http://www.schoeningh.de/katalog/titel/978-3-506-76741-7.html">Verlagsseite</a>, <a href="http://www.amazon.de/Medien-Technik-Bildung-Michael-Wimmer/dp/3506767410">Amazon</a>). Sehr interessante Beiträge versammeln sich hier, die vor allem medien- und bildungstheoretisch von Interesse sein können. Der Klappentext:</p>
<p class="bodytext">&#8220;Medien sind zu einem Thema geworden, das als inhaltliche Querdimension alle Sparten der Erziehungswissenschaft betrifft. So ist das Verhältnis zwischen Medien, Technik und Bildung einerseits zwar ein zentraler Bezugspunkt der erziehungswissenschaftlichen Diskussion. Andererseits bleiben aber dabei der Medienbegriff sowie sein innerer Zusammenhang mit dem Bildungsbegriff zumeist diffus und widersprüchlich. Das Konzept der »Medienkompetenz« als Antwort auf die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien erscheint deshalb unzureichend. Ziel dieses Bandes ist es, die Bedeutung der neuen Medientechnologien und ihre Herausforderungen für die Pädagogik zum Gegenstand der bildungsphilosophischen Analyse und Diskussion zu machen.</p>
<p class="bodytext">Trotz des aufgeklärten Bewusstseins über die Wichtigkeit und die Bedeutung der neuen Medien sind die bildungstheoretischen Implikationen bisher nur unzureichend bedacht worden. Die in diesem Band versammelten Beiträge nähern sich diesen Fragen in vier Zugängen, in denen jeweils verschiedene Relationen im Zentrum stehen: Medien und Technik, Medien und Bildung, Film und Bildung sowie Medien und Ethik.&#8221;</p>
<p class="bodytext">Der Band präsentiert die Beiträge der Herbsttagung der <a href="http://dgfe.pleurone.de/ueber/sektionen/folder.2004-09-09.0410735705/BuEphil/">Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie</a> in der Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft der <a href="http://www.dgfe.de/">Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft</a>. Thema der Tagung: “Medien, Technik und Bildung” (1.-3.10.2007).</p>
<p class="bodytext">Mein Beitrag in dem Band (<em>Filipović, Alexander (2009): <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/publikationen/literacy-und-die-bedeutung-gesellschaftlicher-beteiligung/">Literacy und die Bedeutung gesellschaftlicher Beteiligung. Medien- und bildungsethische Überlegungen</a>. In: Wimmer, Michael; Reichenbach, Roland, Pongratz, Ludwig (Hrsg.): Medien, Technik und Bildung. Paderborn: Schöningh (Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE) S. 159-173</em>) thematisiert die Bedeutung von Medien für die gesellschaftliche Inklusions- bzw. Exklusionsproblematik. Über eine Schärfung des Begriffs &#8220;literacy&#8221; wird gezeigt, dass medien- und bildungsethische Überlegungen integriert werden können. Als normativer Schlüssel für beide Bereiche fungiert die Frage nach der Gerechtigkeit gesellschaftlicher Partizipation (Beteiligungsgerechtigkeit). Damit wird auch versucht, den Status der Medienethik als wissenschaftliche Disziplin zu klären und ihre interdisziplinären Anknüpfungspunkte aufzuzeigen. Weitere Informationen dazu <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/publikationen/literacy-und-die-bedeutung-gesellschaftlicher-beteiligung/">hier</a>.</p>
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		<title>Forum Sozialethik 2008 zu &#8220;Freiheit &#8211; Sicherheit &#8211; Risiko&#8221;</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/06/25/forum-sozialethik-2008/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 14:21:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Programm zur Tagung 2008 des Forums Sozialethik (8.-10.  September 2008) ist heute veröffentlicht worden. Thema: &#8220;Freiheit – Sicherheit – Risiko: Christliche Sozialethik vor neuen Herausforderungen” (vgl. auch meinen Hinweis zum Call for Papers). Hier ein paar meiner Meinung nach besonders spannende Themen:

Paradigmen sozialer Freiheit im politisch-ethischen Diskurs – eine Grundlegung, Johannes J. Frühbauer (Augsburg)
Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Programm zur Tagung 2008 des Forums Sozialethik (8.-10.  September 2008) ist heute veröffentlicht worden. Thema: &#8220;Freiheit – Sicherheit – Risiko: Christliche Sozialethik vor neuen Herausforderungen” (vgl. auch <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/02/13/freiheit-%E2%80%93-sicherheit-%E2%80%93-risiko/">meinen Hinweis</a> zum Call for Papers). Hier ein paar meiner Meinung nach besonders spannende Themen:</p>
<ul>
<li>Paradigmen sozialer Freiheit im politisch-ethischen Diskurs – eine Grundlegung, Johannes J. Frühbauer (Augsburg)</li>
<li>Das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit in der politischen Philosophie von Hobbes und Kant, Andrea Keller (Hamburg)</li>
<li>Die Rückkehr des Leviathan oder wie der globalisierte Terrorismus die labile Balance zwischen Sicherheit und Freiheit im demokratischen Rechtsstaat (zer-)stört, Oliver Hidalgo (Regensburg)</li>
<li>Religionsfreiheit als Sicherheitsrisiko? – Kulturalistische und politische Erklärungsversuche sozialer Konflikte des 21. Jahrhunderts, Katja Winkler (Münster)</li>
<li>Die gesellschaftliche Rhetorik von Sicherheit – eine Herausforderung für die Medienethik und die politische Ethik, Edeltraud Koller (Linz)</li>
</ul>
<p>Das <em>ganze</em> Programm ist sehr vielversprechend. Informationen zur Tagung und zum Forum Sozialethik <a href="http://www.forumsozialethik.de/2008/06/25/einladung-forum-sozialethik-2008/">hier</a>.</p>
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		<title>Beitrag zur pragmatistischen Ethik erschienen</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/03/17/zur-pragmatistischen-ethik/</link>
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		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 20:25:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der Post waren heute zwei Belegexemplare und eine Reihe Sonderdrucke meines Beitrags zur pragmatistischen Ethik, erschienen in der &#8220;Pädagogischen Rundschau&#8220;. Das Heft trägt den Titel: &#8220;Philosophie &#8211; Pädagogik &#8211; Wissenschaft. Neue Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.&#8221;
Mein Text geht in Teilen zurück auf einen Vortrag bei der Societas Ethica Annual Conference zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.peterlang.de/index.cfm?vID=88597&amp;vLang=E&amp;vHR=1&amp;vUR=4&amp;vUUR=11"><img src="http://www.peterlang.com/Cover/Reihen/88000_Cover.jpg" align="left" height="143" width="100" /></a>In der Post waren heute zwei Belegexemplare und eine Reihe Sonderdrucke meines Beitrags zur pragmatistischen Ethik, erschienen in der &#8220;<a href="http://www.peterlang.de/Index.cfm?vSiteName=JournalsDetails.cfm&amp;vJournal=88000&amp;vLang=E">Pädagogischen Rundschau</a>&#8220;. Das Heft trägt den Titel: &#8220;Philosophie &#8211; Pädagogik &#8211; Wissenschaft. Neue Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.&#8221;</p>
<p>Mein Text geht in Teilen zurück auf einen Vortrag bei der Societas Ethica Annual Conference zum Thema “Philosophical Approaches to Ethics &#8211; Methods and Foundations“; 23.08.2007, Swiss Hotel Management School, Leysin, Schweiz (vgl. den <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/08/21/pragmatismus-das-sein-und-das-sollen/">Eintrag hier</a>). Der ursprüngliche Vortrag ist eingebettet in mein Forschungsprojekt, in dem es um die Frage geht, ob und inwiefern der philosophische Pragmatismus für das Fach Christliche Sozialethik fruchtbar gemacht werden kann.</p>
<p>In dem kurzen Beitrag möchte ich zeigen, dass das pragmatistische Verständnis vom Zusammenhang von Sein und Sollen Einsichten bereithält, die für das pädagogische, erziehungstheoretische und sozialethische Denken bewahrenswert sind. Die zentrale Frage lautet: <em>Wie kann ausgehend von der pragmatistischen Kritik an der Dichotomie von Sein und Sollen (und damit: ausgehend von einem Zusammenfallen von Erkenntnistheorie und Ethik) eine pragmatistische Ethik beschrieben werden?</em> Die Antwort auf diese Frage leitet dabei unmittelbar über zu Fragen der Erziehungstheorie.</p>
<p>Im Editorial (Steffen Schlüter/Alfred Langewand) heißt es einordnend zu dem Text:</p>
<blockquote><p>&#8220;Erstrebt wird [...] eine Vermittlung von Religion und Wissenschaft. Die Vermittlung der christlichen Religion mit der empirischen Wissenschaft bei Dewey führt zur Möglichkeit einer christlichen Sozialethik der Erziehung. Die gesamte Anlage des kurzen Textes zeigt eine Weiterentwicklung religionsphilosophischer Darstellungen in der amerikanischen Deweyforschung seit den 90er Jahren, aber auch Absichten einer Ethik der Pädagogik jenseits deutschsprachiger Idealismen der geisteswissenschaftlichen Pädagogik von heute. Es geht hintergründig um pragmatistische Kritik an wissenschaftsferner Pädagogik und ihren moralischen Ansprüchen auf Kritik gegenüber gesellschaftlichen Wirklichkeiten von Sozialisation und Erziehung, aber ohne einen Rückzug zum Positivismus einseitig verstandener empirischer Forschung.&#8221;<sup id="citation-137-1" class="footnote"><a href="#footnote-137-1">1</a></sup></p></blockquote>
<p>Gerade die letzte Charakterisierung finde ich auf jeden Fall zutreffend.</p>
<p>Die komplette Angabe zu dem Text lautet:</p>
<p>Filipović, Alexander (2008): Die Kritik an der Unterscheidung von Sein und Sollen im Pragmatismus. Über den Zusammenhang von Erkenntnistheorie, Ethik und Pädagogik. In: Pädagogische Rundschau, Jg. 62, H. 1, S. 107–114.
<div id="footnotes">
<hr />
<p id="footnote-137-1"><sup><a href="#citation-137-1">1</a></sup> Schlüter, Steffen; Langewand, Alfred (2008): Philosophie &#8211; Pädagogik &#8211; Wissenschaft. Neue Beiträge zur Wissenschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. In: Pädagogische Rundschau, Jg. 62, H. 1, S. 3–8, 8.</p>
</div>
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		<title>&#8220;Freiheit durch Sicherheit&#8221; oder &#8220;Sicherheit durch Freiheit&#8221;?</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/02/13/freiheit-%e2%80%93-sicherheit-%e2%80%93-risiko/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 14:16:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Soeben ist der Call for Papers zur Tagung des Forums Sozialethik 2008 erschienen. Die Tagung trägt den Titel &#8220;Freiheit – Sicherheit – Risiko: Christliche Sozialethik vor neuen Herausforderungen&#8221;. Angezielt ist eine Reflexion der aktuellen Debatte um innere Sicherheit. &#8220;Freiheit – Sicherheit – Risiko&#8221; soll beleuchtet werden aus der Perspektive der politischen Ethik (insbesondere Friedensethik), der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben ist der <a href="http://www.forumsozialethik.de/2008/02/13/forum-sozialethik-2008-call-for-papers/">Call for Papers zur Tagung des Forums Sozialethik 2008</a> erschienen. Die Tagung trägt den Titel &#8220;Freiheit – Sicherheit – Risiko: Christliche Sozialethik vor neuen Herausforderungen&#8221;. Angezielt ist eine Reflexion der aktuellen Debatte um innere Sicherheit. &#8220;Freiheit – Sicherheit – Risiko&#8221; soll beleuchtet werden aus der Perspektive der <em>politischen Ethik</em> (insbesondere <em>Friedensethik), </em>der <em>Wirtschafts- und Arbeitsethik</em>, der <em>Umweltethik </em>und der <em>Bio- und Medizinethik.</em></p>
<p>Die Organisatorin und die Organisatoren bitten um Zusendung eines Exposés von 1-2 Seiten bis zum 21. April 2008. Alle Informationen zur Tagung <a href="http://www.forumsozialethik.de/tagung/forum-sozialethik-2008/">hier</a>.</p>
<p>Das <a href="http://www.forumsozialethik.de/">Forum Sozialethik</a> ist eine Initiative junger Sozialethikerinnen und Sozialethiker. Das Forum dient dem Austausch von Nachwuchswissenschaftlern und -wissenschaftlerinnen (Promotion, Habilitation, Privatdozenten und -dozentinnen) sowie fortgeschrittenen Studierenden des Faches Sozialethik im deutschsprachigen Raum. Interessierte benachbarter Disziplinen sind herzlich willkommen. Seit Anfang der 1990er Jahre trifft sich das Forum Sozialethik jedes Jahr im September zum wissenschaftlichen Austausch zu einem thematischen Schwerpunkt.</p>
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		<title>Beitrag zur Medienethik erschienen</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/10/11/beitrag-zur-medienethik-erschienen/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Oct 2007 08:58:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der von mir letztes Jahr in Nürnberg gehaltene Vortrag zu den medienethischen Herausforderungen des Medienwandels ist nun als Aufsatz im 40. Jg. (H. 3) der Communicatio Socialis erschienen (bibliogr. Angaben und Abstracts hier).
Thematisch gut dazu passt der im gleichen Heft erschienene Artikel von Walter Hömberg mit dem Titel &#8220;Wissen ist Macht!? Medien und Kommunikation in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.schwabenverlag.de/4zeitsch/communicatio/akt/4l_akt.htm"><img src="http://www.schwabenverlag.de/4zeitsch/communicatio/akt/bilder/communicatio_cover_140.jpg" alt="Cover SomSoc" align="left" /></a>Der von mir <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2006/11/27/medienethik-der-zukunft/">letztes Jahr in Nürnberg</a> gehaltene Vortrag zu den medienethischen Herausforderungen des Medienwandels ist nun als Aufsatz im 40. Jg. (H. 3) der <a href="http://www.schwabenverlag.de/4zeitsch/communicatio/akt/4l_akt.htm">Communicatio Socialis</a> erschienen (bibliogr. Angaben und Abstracts <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/publikationen/neue-medienkompetenz-und-beteiligungsgerechtigkeit/">hier</a>).<br />
Thematisch gut dazu passt der im gleichen Heft erschienene Artikel von Walter Hömberg mit dem Titel &#8220;Wissen ist Macht!? Medien und Kommunikation in der &#8216;Wissensgesellschaft&#8217; &#8220;. Das ist die Textfassung des Eröffnungsvortrags bei der <a href="http://www.dgpuk2007.de/">DGPuK-Jahrestagung in Bamberg zum Thema “Medien und Kommunikation in der Wissensgesellschaft”</a> (vgl. dazu auch <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/05/17/dgpuk2007-erste_eindruecke/">dieser Eintrag</a>).</p>
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		<title>Vortrag zur Alltagsliteralität der Wissensgesellschaft</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 16:26:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Morgen fahre ich nach Mülheim/Ruhr und besuche die Herbsttagung der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie in der Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft. Thema der Tagung: &#8220;Medien, Technik und Bildung&#8221; (1.-3.10.2007).
Der Titel meiner Präsentation lautet &#8220;Die Alltagsliteralität der Wissensgesellschaft. Wissensvermittlung, Beteiligung und Kompetenz in medien- und bildungsethischer Perspektive&#8221;. Darin sortiere ich einige Gedanken neu, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Morgen fahre ich nach Mülheim/Ruhr und besuche die Herbsttagung der <a href="http://dgfe.pleurone.de/ueber/sektionen/folder.2004-09-09.0410735705/BuEphil/">Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie</a> in der Sektion Allgemeine Erziehungswissenschaft der <a href="http://www.dgfe.de/">Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft</a>. Thema der Tagung: &#8220;Medien, Technik und Bildung&#8221; (1.-3.10.2007).<br />
Der Titel meiner Präsentation lautet &#8220;Die Alltagsliteralität der Wissensgesellschaft. Wissensvermittlung, Beteiligung und Kompetenz in medien- und bildungsethischer Perspektive&#8221;. Darin sortiere ich einige Gedanken neu, die ich in <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/publikationen/offentliche-kommunikation-in-der-wissensgesellschaft-disseration/">meiner Dissertation</a> dargestellt habe.<br />
Das ist mein erster Auftritt bei den Pädagogen und Erziehungswissenschaftlern &#8211; ich bin sehr gespannt, wie mein Zugriff auf die erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen ankommt. Das Handout gibts schon <a href='http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-content/uploads/2007/09/handout-mulheim.pdf' title='Handout Vortrag Alltagsliteralität'>hier</a>, die Präsentation nach der Tagung.</p>
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		<title>Philosophie in den Bergen</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Aug 2007 07:48:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ Das ist genau der Blick, den ich gerade genieße&#8230; ein wundervoller Ort für eine philosophische Tagung. Aber nicht nur die Gegend und die Höhe (knapp 1500m) machen froh: die Keynotes und die Paperpräsentationen sind zumeist sehr lehrreich und es ergeben sich in Pausen und beim Essen viele nette Gespräche. Auch meine Präsentation hat eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.flickr.com/photos/geloggd/1228764325/"><img align="left" src="http://farm2.static.flickr.com/1324/1228764325_b57d0e46da_m.jpg" alt="Blick ins Rhonetal" /></a> Das ist genau der Blick, den ich gerade genieße&#8230; ein wundervoller Ort für eine philosophische Tagung. Aber nicht nur die Gegend und die Höhe (knapp 1500m) machen froh: die Keynotes und die Paperpräsentationen sind zumeist sehr lehrreich und es ergeben sich in Pausen und beim Essen viele nette Gespräche. Auch <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/08/21/pragmatismus-das-sein-und-das-sollen/">meine Präsentation</a> hat eine sehr angeregte und anregende Diskussion ausgelöst. In den nächsten Tagen werde ich sicherlich nochmal einige inhaltliche Punkte wiedergeben. Wenn ich denn wieder in die Welt da unten komme und nicht 7 Jahre in eine Decke gehüllt hier oben bleibe&#8230;</p>
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		<title>Pragmatismus, das Sein und das Sollen</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Aug 2007 13:17:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Theologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Veranstaltungsfreie Zeit (von Studenten &#8220;Semesterferien&#8221; genannt) ist Tagungszeit &#8211; auch für mich. Den Anfang macht ab Morgen die Societas Ethica Annual Conference zum Thema “Philosophical Approaches to Ethics &#8211; Methods and Foundations“; 23.08.2007, Swiss Hotel Management School, Leysin, Schweiz (Tagungsprogramm). Ich freue mich sehr auf die Tagung, auch weil der Tagungsort auf ungefähr 1500m liegt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Veranstaltungsfreie Zeit (von Studenten &#8220;Semesterferien&#8221; genannt) ist Tagungszeit &#8211; auch für mich. Den Anfang macht ab Morgen die <a href="http://www.societasethica.info/">Societas Ethica</a> Annual Conference zum Thema “Philosophical Approaches to Ethics &#8211; Methods and Foundations“; 23.08.2007, Swiss Hotel Management School, Leysin, Schweiz (<a href="http://www.societasethica.info/2007Leysin/2007prog.html">Tagungsprogramm</a>). Ich freue mich sehr auf die Tagung, auch weil der Tagungsort auf ungefähr 1500m liegt und ich den Blick auf die Berge genießen kann (wenn das Wetter es denn zuläßt). Ich hoffe, dass ich auch einige von den netten Kolleginnen und Kollegen wiedersehe, die ich schon letztes Jahr in Oxford (vgl. <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2006/09/04/fotos-tagung-societas-ethica-2006-oxford/">hier</a> und <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2006/08/25/the-power-of-the-bloggers/">hier</a>) kennen gelernt habe.<br />
Mein Beitrag zur Tagung läuft unter dem Titel &#8220;Die Kritik an der Unterscheidung von Sein und Sollen im philosophischen Pragmatismus. Anknüpfungen für die christliche Sozialethik.&#8221; Ein älteres Abstract ist <a href="http://www.societasethica.info/2007Leysin/Call%20for%20papers/Paper/Filipovic.doc">hier</a> zu finden und das aktuelle Handout <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-content/uploads/2007/08/handout-leysin-pragmatismus-filipovic.pdf">hier</a>.</p>
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		</item>
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		<title>Ethik 2.0 für das Web 2.0?</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/08/03/ethik-20-fur-das-web-20/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Aug 2007 15:36:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Sozial)Ethik]]></category>
		<category><![CDATA[Medienethik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[SocSoftEthics]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute bin ich hier (via onlinejournalismus.de) auf den Ausdruck &#8220;Ethik 2.0&#8243; gestoßen. Eine zu euphorische Verwendung des Ausdrucks Web 2.0 ist ja sicherlich problematisch. Wie verhält es sich aber mit dem Ausdruck &#8220;Ethik 2.0&#8243;? Ist Ethik nicht etwas, das keines Updates bedarf, bzw. sogar gegen Updates geschützt werden müsste? Um einer Antwort auf die Spur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute bin ich <a href="http://onlinejournalisten.frei.webseiten.cc/">hier</a> (via <a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/08/03/hausarrest-fuer-blogger-medien-und-berufsverbaende-schweigen/">onlinejournalismus.de</a>) auf den Ausdruck &#8220;Ethik 2.0&#8243; gestoßen. Eine zu euphorische Verwendung des Ausdrucks Web 2.0 ist ja sicherlich problematisch. Wie verhält es sich aber mit dem Ausdruck &#8220;Ethik 2.0&#8243;? Ist Ethik nicht etwas, das keines Updates bedarf, bzw. sogar gegen Updates geschützt werden müsste? Um einer Antwort auf die Spur zu kommen, muss etwas weiter ausgeholt werden:</p>
<p>Ethik ist eine besondere Denkform, nämlich eine reflektierende, eine nachdenkende, eine theoretische Denkform. Ethik ist eine Theorie der Moral.<sup id="citation-85-1" class="footnote"><a href="#footnote-85-1">1</a></sup> Moral tritt als der Gegenstand von Ethik auf. Ethik wird notwendig, wenn die Moral selber strittig wird, wenn es also nicht von alleine klar ist, was verbindlich ist, was ein Gut oder ein Wert sein soll und was in Bezug auf Gerechtigkeit und gutes Leben gelten soll. Insofern ist Ethik „Nachdenklichkeit über strittige Moral“, wie das Dietmar Mieth formuliert hat.<sup id="citation-85-2" class="footnote"><a href="#footnote-85-2">2</a></sup></p>
<p>Ethik verändert sich also, wenn Moral sich verändert. Von der Wortbedeutung her ist Moral ungefähr gleichsinnig mit dem Begriff der Sitte. Das verweist auf den Umstand, dass die Unterscheidung von gut und schlecht immer etwas mit dem allgemeinen Verständnis davon zu tun hat, was als gut und was als schlecht anzusehen ist. Die Moral, also das, was als &#8216;das Sittliche&#8217; begriffen wird, ist immer in Bewegung, wie die Gesellschaft mit ihren Institutionen und Organisationen auch. </p>
<p>Auf der Ebene universal gültiger moralischer Normen erkennen wir zwar sittliche Regeln, die für alle Situationen und Kontexte gelten (sollen). Moralische Konflikte spielen sich aber zumeist in je spezifischen (Alltags-)Situationen und Kontexten ab. Die Menschen erfahren normative Ansprüche an ihr Kommunizieren und Handeln in spezifischen Situationen; ihnen ist die Gestaltung des Lebens und die Bewältigung dieses Projektes konkret aufgegeben. Diese Situationen und Kontexte gilt es ethisch im Blick zu behalten (sonst würde man den &#8216;Kontakt&#8217; zum Gegenstand der Ethik verlieren), ohne dass dabei den Situationen und Kontexten eine moralisch begründende Funktion zuerkannt würde (sonst würde man den Ansprüch nicht aufrecht erhalten können, normativ zu argumentieren).</p>
<p>Die vorliegenden &#8216;Verhältnisse&#8217;, die Lebensumstände, die gesellschaftliche Situation, die &#8220;gelebte Moral&#8221;<sup id="citation-85-3" class="footnote"><a href="#footnote-85-3">3</a></sup> sind/ist also in ein Verhältnis zu bringen zum Gesollten, zum Wünschenswerten, zum Lebensförderlichen. Man könnte die Bestimmung dieses Verhältnisses (von Sein und Sollen) als das eigentliche ethische Projekt verstehen.<sup id="citation-85-4" class="footnote"><a href="#footnote-85-4">4</a></sup></p>
<p>Wenn statt individueller Praxis eher die Gestaltung von sozialen Verhältnissen, Institutionen und Organisationen zur Debatte steht (wie etwa bei einer <a href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/07/05/forschungsprojekt-social-software-und-social-ethics-in-den-startlochern/">Sozialethik des Web 2.0</a>), dann besteht auch hier die Anforderung, normative Vorstellungen und die damit arbeitende Sozialethik selbst im obigen Sinne veränderlich zu halten. So muss (muss!) die Sozialethik z.B. die spezifischen Bedeutungsgehalte von &#8220;sozialer Gerechtigkeit&#8221; neuen sozialen Verhältnissen anpassen.<sup id="citation-85-5" class="footnote"><a href="#footnote-85-5">5</a></sup> Wenn Sozialethik wirksam werden will, dann ist nach einer Reformulierung geerbter normativer Vorstellungen zu suchen. Das hat nichts mit einer affirmativen Einstellung gegenüber gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun, sondern ist eine zwingende Einstellung einer Sozialethik, die nicht in einer idealen gedanklichen Parallelwelt unwirksam mit dem bloßen Verweis auf überzeitliche &#8220;Werte&#8221; vor sich hin philosophieren möchte. Eine Anpassung überlieferter normativer Vorstellungen an gesellschaftliche Kontexte ist vielmehr die Voraussetzung, normativ argumentieren <em>zu können</em>.</p>
<p>Insofern &#8211; und hier komme ich zum Ausdruck &#8220;Ethik 2.0&#8243; zurück &#8211; ist Ethik updatefähig und -bedürftig. Vor allem da, wo sich ganz neue Verhältnisse und Möglichkeiten ergeben (social software, Bürgerjournalismus), ist die Arbeit am nächsten Release von &#8220;Ethik&#8221; sinnvoll und notwendig. Klar sein muss aber, dass das nächste Update sofort wieder fällig sein wird.
<div id="footnotes">
<hr />
<p id="footnote-85-1"><sup><a href="#citation-85-1">1</a></sup> Es gibt natürlich noch andere Ethikverständnisse. Das hier Vorausgesetzte ist aber wohl am verbreitetsten.</p>
<p id="footnote-85-2"><sup><a href="#citation-85-2">2</a></sup> Mieth, Dietmar (2004): Kleine Ethikschule. Freiburg, Basel, Wien: Herder, S. 24.</p>
<p id="footnote-85-3"><sup><a href="#citation-85-3">3</a></sup> Vgl. Eid, Volker (Hg.) (2004): Christlich gelebte Moral. Theologische und anthropologische Beiträge zur theologischen Ethik. Freiburg, Schweiz: Acadamic Press (Studien zur theologischen Ethik, 104).</p>
<p id="footnote-85-4"><sup><a href="#citation-85-4">4</a></sup> Vgl. die Seiten 148-155 aus Filipović, Alexander (2007): Öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft. Sozialethische Analysen. Bielefeld: W. Bertelsmann (Forum Bildungsethik, 2) und meinen Vortrag bei der Tagung der Societas Ethica 2007 unter dem Titel &#8220;Die Kritik an der Unterscheidung von Sein und Sollen im philosophischen Pragmatismus&#8221; (in Vorbereitung, vgl. die Skizze des Vortrags <a href="http://www.societasethica.info/2007Leysin/Call%20for%20papers/Paper/Filipovic.doc">hier</a>).</p>
<p id="footnote-85-5"><sup><a href="#citation-85-5">5</a></sup> Vgl. die Belege und die eigenen Überlegungen dazu in Filipović, Alexander (2007): Beteiligungsgerechtigkeit als (christlich-)sozialethische Antwort auf Probleme moderner Gesellschaften. In: Eckstein, Christiane; Filipović, Alexander; Oostenryck, Klaus (Hg.): Beteiligung, Inklusion, Integration. Sozialethische Konzepte für die moderne Gesellschaft. Münster, Westf.: Aschendorff (Forum Sozialethik, 5), S. 29–40.</p>
</div>
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