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Das Personalitätsprinzip und christliche politische Bildung

Sonntag, 23. November 2008 | Autor:

“Am Puls der Zeit – Katholisch-sozial orientierte politische Bildung zwischen wissenschaftlichem Diskurs und gesellschaftlicher Relevanz” lautet der Titel der AKSB-Jahrestagung 2008, zu der ich morgen nach Schwerte fahre. Dafür habe ich einen längeren Text über das Personalitätsprinzip christlicher Sozialethik geschrieben, in der ich verschiedene Fassungen desselben darstelle und das Ergebnis im systematischen Kontext von Anthropologie und Christlicher Sozialethik verorte.1 Ich favorisieren eine Anthropologie (und damit auch eine Fassung des Personalitätsprinzips), die von den selbstbestimmten Selbstdeutungen der Menschen ausgeht und die Erfahrungen von Menschen in den Mittelpunkt stellt.
Für die morgige Konferenz muss ich mich natürlich kurz fassen (ich habe max. 15 Minuten) und fokussiere in meinem Vortrag den unmittelbaren Zusammenhang von Personalität und politischer Bildungsarbeit. Das Thesenpapier gibt es schon mal hier.


1 Abgedruckt als: Filipović, Alexander (2008): Das Personalitätsprinzip: Zum Zusammenhang von Anthropologie und christlicher Sozialethik. In: AKSB (Hg.): Am Puls der Zeit. Beiträge zur AKSB-Konventionsdebatte. Bonn (AKSB-Werkstatt, 4), S. 6–26..

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Kirchliche Mahnung an die Tauben

Freitag, 7. November 2008 | Autor:

Den kannte ich noch gar nicht:

Das Fotos ist Teil einer Kampagne der Evangelischen Kirche in Würtemberg. Auch die anderen Fotos sind sehenswert! (Danke Frank!)

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Politische Anthropologie der Kritischen Theorie?

Mittwoch, 30. Juli 2008 | Autor:

In Otfried Höffes recht kritischer Rezension zu Emanuel Richters “Die Wurzeln der Demokratie” (Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2008.)1 lese ich, dass die Frankfurter Schule früher vehement eine “politische Anthropologie” ablehnte, es also vermied, mit der Figur einer grundlegenden sozialen und/oder politischen Verfassung des Menschen zu argumentieren. Kann mir jemand sagen, warum oder was hier früher heißt? Was war denn die Alternative oder wie wurde statt dessen argumentiert?

Es geht dabei auch um den von Hegel stammenden Begriff der Anerkennung, der – soweit ich orientiert bin – den politisch-anthropologischen Kernbegriff aktueller praktischer sozialphilosophischer Bemühungen der Frankfurter Schule ausmacht (z.B. bei Honneth, vgl. dazu z.B. diese lesenswerte Zusammenfassung). Wenn damit der kantische Formalismus der Diskursethik bei Habermas korrigiert werden soll (über den Einstieg beim Motivationsproblem), dann ist das Argument gegen eine politische Anthropologie unter den Argumenten für einen kantischen Formalismus zu suchen. Oder?

Richter fühle sich laut Höffe der Kritischen Theorie nahe und bemüht sich im ersten Teil seines Buches darum, “allgemeine Bedingungen sozialer Existenz” zu beschreiben. Damit entwirft er eine politische Anthropologie durch eine erkenntnistheoretische, eine sozialpsychologische und eine kulturanthropologische Grundlegung der Demokratie.


1 Höffe. Otfried: “Freundschaft ist Privatsache”, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.07.2008, Nr. 174 / Seite 37, hier online

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Websites für Wissenschaffende

Freitag, 9. Mai 2008 | Autor:

Jeldrik und Steffi, freundschaftlich und kollegial mit mir über “Medienethik” verbunden, haben schon vor einer kleinen Weile das Projekt Webseiten für Wissenschaffende gestartet. Die beiden Designer, Wissenschaftler und Medienarbeiter (www.sýn.de) gehen davon aus, dass nur die wenigsten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Zeit und das Know How haben, um sich eine eigene Webpräsenz zu basteln. Dies allerdings wird auch für Wissenschaffende immer wichtiger: Wissenschaftskommunikation beschränkt sich heute nicht mehr nur auf die traditionell wissenschaftlichen Publikationsformen. Bei “Webseiten für Wissenschaffende” bekommen sie ein anpassbares Komplettpaket, das sich über ein schlankes CMS (über den Webbrowser; im Hintergrund arbeitet Typo3) offenbar ganz einfach von den Wissenschaftlern selbst pflegen und aktualisieren läßt.

So richtig Web 2.0 ist das zwar (noch?) nicht; beispielsweise sucht man RSS-Feeds, Kommentar- und Trackback-Funktionen etc. vergeblich (jedenfalls habe ich nichts derartiges gefunden; RSS ist aber ohne große Probleme über Typo3 möglich). Aber wenn man sich die Websites von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern so ansieht, dann würde den meisten das Produkt “Webseiten für Wissenschaffende” auf jeden Fall gut tun. Zielgruppe ist daher wohl auch eher die Gruppe von jüngeren und älteren Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen, denen sich der Sinn und der Vorteil wissenschaftlicher Weblogs (vgl. dafür die Übersicht im Wissenschaftscafé) nicht so recht erschließt.

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Ullmann-Margalit über “jewish democracy”

Montag, 5. Mai 2008 | Autor:

Heute konnte ich bei einer Veranstaltung des Zentrums für Interreligiöse Studien (ZIS) der Universität Bamberg Frau Prof. Dr. Edna Ullmann-Margalit kennen lernen. Sie ist Direktorin des
Centers for the Study of Rationality an der Hebrew University of Jerusalem.

Eigentlich beschäftigt sich die Philosophin unter anderem mit Fragen der Normentstehung1 und der Philosophie der Archäologie2 Im ZIS hat sie heute aber über die politische und gesellschaftliche Situation in Israel gesprochen. Ihre klare und sehr informative Analyse war beeindruckend.

Besonders spannend fand ich Ihre Skizze der “jewish democracy”. Das Verhältnis von Religion und Demokratie in Israel scheint sehr eng zu sein, unterscheidet sich aber stark von z.B. europäischen Varianten. Sie deutete an, dass in den letzten Jahren das “Jüdische” (sie gebrauchte den Ausdruck als Chiffre für ein Set von vor allem religiösen Identitätsmerkmalen) verstärkt ein Thema sei und sich dadurch die Rede vom “Hebräischen” abgeschwächt habe. Wie dieser spezifische Zusammenhang von Religion und Demokratie dann allerdings in der politischen Philosophie gedacht werden kann, wurde nicht thematisiert.


1 Vgl. den Klassiker: Ullmann-Margalit, Edna (1977): The emergence of norms. Oxford: Clarendon Press (Clarendon library of logic and philosophy).

2 Ullmann-Margalit, Edna (2006): Out of the cave. Aphilosophical inquiry into the Dead Sea scrolls research. Cambridge Mass.: Harvard University Press.

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Das nervt: GMX Promail kündigen

Freitag, 18. April 2008 | Autor:

Mein GMX ProMail Account verschaffte mir in der Vergangenheit vor allem einen zuverlässigen IMAP-Account für private Emails und 50 Frei-SMS pro Monat (für monatl. 2,99 EUR). Seit Google Email neu erfunden hat und per IMAP erreichbar ist, brauchte ich eine solche Dienstleistung nicht mehr und wollte kündigen.

Bis ich zu dem entsprechenden Knopf bei GMX gelangt bin, hat es schon eine Weile gedauert, dann wollte die Firma auch noch ein Fax zur Kündigung und hat mir, was mich am meisten nervt, bisher 3 Emails ins Postfach gespamt, dass mir ja bald alle Vorteile des ProMail-Accounts verloren gehen (hinzu kommen noch Bestätigung des Tarifwechsels auf den normalen Account und die Eingangsbestätigung des Faxes).

Das hat mich alles in allem bestimmt45 Minuten wertvolle Lebenszeit gekostet… und mich so geärgert, dass ich dieses Posting hier schreiben musste, was nochmal 5 Minuten gedauert hat. Eine einfache Bestätigungsmail der Kündigung mit einer Einladung, vielleicht doch dabei zu bleiben, hätte es doch auch getan.

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Alexander

Mittwoch, 26. März 2008 | Autor:

Gerade das hier bei www.onomastik.com gefunden:

der Vorname Alexander mit Bedeutung und Onogramm

Stimmt. ;-)

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Wurstreportage – Eichsfelder Mettwurst in der “Zeit”

Freitag, 9. November 2007 | Autor:

Eichsfelder KälberblaseDie Eichsfelder Kälberblase ist so ziemlich das beste, was man als Nahrung überhaupt auf den Tisch bekommen kann. Ich sage das aus jahrelanger Erfahrung. Diese Eichsfelder Wurst ist die beste Mettwurst der Welt. Eine sehr gelungene Reportage gibt es dazu in der Zeit (08.11.2007, Nr. 46) unter dem Titel “Perlen von den Säuen”. Ich darf zitieren:

Bei der Mettwurst ist alles eine Frage des Kalibers. [Der] [...] 120er Feldkieker kann sogar zehn Monate hängen und brilliert dann immer noch mit einer zarten Textur: Erst weich und cremig im Biss mit leicht säuerlichen Aspekten im Hintergrund. Dann kommt die Attacke, ein warmer Erdgeschmack explodiert am Gaumen und mischt sich mit dem reinen Fleischaroma. Schließlich schmilzt der Biss, und alles fließt dahin. Diese verblüffende Fähigkeit verdankt sie, man muss der Wahrheit ins Auge sehen, ihrem Fettgehalt. Unter den Würsten ist der Feldkieker aus dem Eichsfeld das Rubensmodell. Diät ist woanders.

(Weltweit) Kaufen kann man die Wurst z.B. hier oder hier.

Quelle des Bildes: http://www.klingebiels-hof.de.

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Ökonomie des neuen Netzes – wirtschaftsethische Perspektiven

Donnerstag, 18. Oktober 2007 | Autor:

Anfang Dezember 2007 findet in Münster eine spannende Tagung zum Thema “Internetökonomie und Ethik” statt. Es geht um wirtschaftsethische und moralökonomische Perspektiven des (neuen) Internets. Dem Programm nach könnten sich interessante Anknüpfungspunkte zur vergangenen Tagung “das neue netz” in Bamberg ergeben.

Titel der Vorträge sind

  • “Anything goes? Ethisch sensible Problemfelder in der digital vernetzten Wirtschaft”
  • “Demokratie, Zensur, Kontrolle des Internet”
  • “Der gläserne Mensch. RFID-Technik, Cookies etc. als Chance für die Wirtschaft und Gefahr für den Menschen?”
  • “Entstehung, Missbrauch und Erosion von Vertrauen bei elektronischer Kommunikation”
  • “Wettbewerb versus Kooperation. Veränderte normative Grundlagen und Bewertungen durch die Internetökonomie?”
  • “Digital divide (global und national)”

Ich darf bei der Tagung den Eröffnungsvortrag von Karsten Weber kommentieren.

Datum: Mittwoch. 05.12, 14:30 – Freitag. 07.12, 13:00
Tagungsort: Akademie Franz Hitze Haus, Münster,
Information und Anmeldung.

Thema: (Sozial)Ethik, Allgemein, dnn2007, Medienethik, Wissenschaft | Ein Kommentar

Neues Theme

Donnerstag, 11. Oktober 2007 | Autor:

Altes ThemeDas von mit ehemals benutzte WordPress-Theme “Pool” ist mir ein wenig zu eng geworden. Angeregt durch Stephans Weblog habe ich mich für “Regulus von Ben @ Binary Moon” entschieden und die CSS ein wenig angepasst. Nun ist mehr Platz. Weitere Anpassungsarbeiten werden sicherlich noch folgen.

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