Medienethische Tagung zu „Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit“ im Internet

[Anmerkung: Diesen Text habe ich als Pressemeldung für die angesprochene Tagung verfasst, die ich als Sprecher der FG KME in der DGPuK zusammen mit den Kollegen von der FG CVK vorbereitet habe . Zum Teil habe ich zitiert von www.netzwerk-medienethik.de und www.dgpuk.de]

Medienethische Tagung zu „Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit“ im Internet

AuthenticityAn der Frage nach der „Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit“ kommen wir im Zeitalter des Internets nicht mehr vorbei. Sie kennzeichnet die gesellschaftlichen Debatten um die Sozialen Netzwerke, das Leaking und die virtuellen Spielewelten. Es besteht großer Bedarf an politischer Gestaltung und ethischer Vergewisserung. Anonymität ist einerseits wünschenswert, andererseits in manchen Fällen rechtlich problematisch. Wie „echt“ sind Profile in Sozialen Netzwerken, wie kann die Wahrheit von Nachrichten überprüft werden und wie begegnen wir uns im Chat und in der Online Spielewelt? Ist da Platz für die Ethik, und wenn ja: Wie müssen die Normen und Werte dafür begründet und konkretisiert werden?

Die Tagung des Netzwerkes Medienethik fragt unter dem Titel „Echtheit, Wahrheit und Ehrlichkeit“ nach der ‘Authentizität’ in der computervermittelten Kommunikation (16-17. Februar 2012, Hochschule für Philosophie, München). Im Hinblick auf drängende Probleme, etwa Netzpolitik, Internet-Kompetenz und Datenschutz erörtern die Vorträge Bewertungsmaßstäbe der Authentizität und die Möglichkeit der Präsentation multipler Facetten des Selbst. „Trolling“ wird als Teil der sozialen Praxis in Online-Diskussionsräumen untersucht und die Hackerethik(en) mit der Frage nach dem Subjekt im Zeitalter digitaler Identität verbunden.

Theoretische und philosophische Ansätze, die etwa Authentizität und Wahrhaftigkeit in der computervermittelten Kommunikation grundlegend klären, werden mit praktischen Fragen, etwa der konkreten bildlichen Selbstoffenbarung im Netz verbunden. Spannende Konstellationen können erwartet werden, wenn die Philosophen Jean-Paul Sartre und Charles Taylor zu einer zeitgemäßen Internetethik „befragt“ und empirische Untersuchungen zu den Social Media als Kontrolleure und Manipulateure digitaler Wirklichkeiten präsentiert werden.

Die Jahrestagung des Netzwerkes Medienethik wird veranstaltet zusammen mit den DGPuK-Fachgruppen “Kommunikations- und Medienethik” und “Computervermittelte Kommunikation”. Alle weiteren Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier: http://www.netzwerk-medienethik.de/jahrestagung/Tagung2012.

Das 1997 gegründete „Netzwerk Medienethik“ hat sich zum Ziel gesetzt, die ethische Orientierung im Medienbereich zu fördern. Es verbindet in einer freien Arbeitsgemeinschaft Theoretiker (aus den Kommunikationswissenschaften, der Journalistik und der Praktischen Philosophie/Ethik) mit Praktikern (aus Berufsverbänden, Selbstkontrollgremien, Verlagen, öffentlich-rechtlichen und pivat-kommerziellen Rundfunkunternehmen). Die jeweils im Februar in München stattfindenden Jahrestagungen mit regelmäßig ca. 100 Teilnehmern stellen ein inzwischen bekanntes Gesprächsforum zu Fragen der Medienethik dar.

Inhaltlich wurde die Tagung vorbereitet von den Fachgruppen “Kommunikations- und Medienethik” und “Computervermittelte Kommunikation” der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK). Die DGPuK ist die Fachgesellschaft der Kommunikations- und Medienwissenschaft in Deutschland. Die Kommunikations- und Medienwissenschaft beschäftigt sich mit den sozialen Bedingungen, Folgen und Bedeutungen von medialer, öffentlicher und interpersonaler Kommunikation.

Absturz und Reboot-Probleme meines HTC Desire

Seit gut eineinhalb Jahren besitze ich das Smartphone HTC Desire. Ich mag das kleine Format, den Bildschirm und die Ausstattung. Alles in allem damals eine gute Investition. Aber: Seit gut einem halben Jahr macht es Probleme: Es fährt plötzlich runter (stürzt ab) und hat Schwierigkeiten beim erneuten Starten (Reboot-Schleife). Bislang trat das nur selten auf, mittlerweile ist das Ding nicht mehr zu gebrauchen. Was tun? Bei O2 (oder wie Oma sagt: „Nullzwei“) vorbeigehen und reklamieren, oder sich an HTC wenden? Ich habe erstmal eine E-Mail an den HTC-Support geschrieben. Mal sehen, was passiert. Und ich hoffe, es passiert was – darum auch dieses Posting… Immerhin war das Phone damals so teuer, dass ich 5 Jahre problemlosen Betrieb (hardwareseitig) erwarten kann.

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Smartphone, bei O2 gekauft am [vor ca. 1,5 Jahren], macht seit ungefähr 6 Monaten Probleme. Diese häufen sich in letzter Zeit, so dass ich das Handy nicht mehr gebrauchen kann.

Problembeschreibung: Das Handy schaltet sich beim Starten einer Anwendung oder bei Gebrauch von Anwendungen, die mobiles Internet benötigen (z.B. Google Maps), automatisch aus, vibriert einmal und dann viermal kurz hintereinander und bleibt dann beim Startbildschirm stehen (Absturz). Es lässt sich nur wieder reaktivieren, wenn ich den Akku herausnehme und wieder einsetze. Oft passiert dies in einer Art Schleife öfter hintereinander. Das Phänomen trat früher nur bei Apps mit einigermaßen datenintensiv genutzter Internetverbindungen (mobil, nicht im WLAN) auf; seit ungefähr 1,5 Monaten bei allgemein rechenintensiven Aktionen (Start einer App). Als Problemlösung habe ich versucht: Reinigung der Akku-Kontakte, Einlegen einer neuen SIM-Karte, Rücksetzen des Smartphones auf Werkseinstellungen. Keine dieser Aktionen hat eine Verbesserung bewirkt.

Ich wäre Ihnen dankbar für Ihre Hilfe

Mit freundlichen Grüßen…

 

Der weitere Verlauf:

1.2.12: Empfangsbestätigung der Email durch HTC

1.2.12: Antwort per EMail von HTC: „Aus Ihrer Email geht hervor, das Sie gegenwaertig das Problem haben, das Ihr HTC Desire automatisch ausschaltet und dann im Boot-Vorgang haengenbleibt. Da Sie Ihr Geraet bereits auf die Werkseinstellung zurueckgesetzt haben, ohne dass das Problem geloest wurde, moechten wir Sie bitten, Ihr Geraet zur Reparatur einzureichen. Sie haben die Moeglichkeit, Ihr Geraet in jedem O2 Shop zur Reparatur einzureichen.“

1.2.12: Antwort von @o2de: Klick. Frage, ob ich das schon ohne SIM probiert habe und welche Firmware installiert ist.

2.2.12: Ein paar nette Tweets zwischen mir und @o2de hin und her zur Klärung des Fehlers und dann schließlich die Bitte: „E-Mail socialmedia[at]o2.com mit der IMEI-Nummer, Adresse, Fehlerbeschreibung und deiner Mobilfunknummer“

3.2.12: Email von O2, dass mich per Post die Einsendungsunterlagen erreichen

9.2.12: Einsendungsunterlagen von O2 per Post und Einsendung des Gerätes.

[Update 6.5.2012:] – Ups, an den Kommentaren merke ich gerade, dass ich das hier gar nicht mehr weiter geschildert habe. Daher in der Kurzfassung: Eine gute Woche nach Einsendung des defekten Gerätes kam das reparierte Handy wieder bei mir an. Offenbar wurde die Platine ausgetauscht (neue Gerätenummer); Akku, Gehäuse und Bildschirm sind geblieben. Ansonsten habe ich in der Sache nichts weiter von HTC oder O2 gehört, also keine Rechnung (was auch nicht angekündigt war oder womit ich gerechnet hätte) oder Rückmeldung erhalten. Das Gerät ist wieder im Gebrauch und funktioniert jetzt ohne Abstürze. Mal abgesehen von dem Ärger mit dem defekten Gerät hat die Reparatur tadellos geklappt. Insbesondere Kulanz und Reaktionsschnelligkeit von O2 verdient ein Lob.