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	<title>Kommentare zu: Schule in Bayern &#8211; eine Katastrophe?</title>
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	<description>Weblog von Alexander Filipović</description>
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		<title>Von: geloggd » Schule in Bayern - eine Katastrophe? at Diedrich</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-6448</link>
		<dc:creator>geloggd » Schule in Bayern - eine Katastrophe? at Diedrich</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2007 19:07:22 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Bei &#8220;geloggd&#8221; gibt es eine angeregte Diskussion über Bildungsstandards, Hedonismus, Tugenderziehung und den bay(e)rischen Sonderweg. Schule in Bayern - eine Katastrophe? - Hier klicken [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Bei &#8220;geloggd&#8221; gibt es eine angeregte Diskussion über Bildungsstandards, Hedonismus, Tugenderziehung und den bay(e)rischen Sonderweg. Schule in Bayern &#8211; eine Katastrophe? &#8211; Hier klicken [...]</p>
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		<title>Von: Diedrich</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4972</link>
		<dc:creator>Diedrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Apr 2007 10:54:29 +0000</pubDate>
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		<description>Noch eine kleine Ergänzung:

http://teacher.twoday.net/stories/3558776/</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine kleine Ergänzung:</p>
<p><a href="http://teacher.twoday.net/stories/3558776/" rel="nofollow">http://teacher.twoday.net/stories/3558776/</a></p>
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		<title>Von: Dr. Axel Bernd Kunze</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4228</link>
		<dc:creator>Dr. Axel Bernd Kunze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 16:38:58 +0000</pubDate>
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		<description>Noch eine Bemerkung zur theologischen Lektüre: Der Pfarrer sollte immer Rahner, Ratzinger und Neste-Aland lesen - unabhängig vom Anlaß. Das gehört m. E. zum professionellen Anspruch des Berufes - ansonsten könnten wir auf die universitäre Ausbildung verzichten. Zur professionellen Berufskompetenz, die ein Studium vermitteln soll, gehört dann aber, auf den Anlaß und die Zielgruppe entsprechend einzugehen, ohne den Anspruch der eigenen Botschaft dabei zu nivellieren oder zu &quot;verraten&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Noch eine Bemerkung zur theologischen Lektüre: Der Pfarrer sollte immer Rahner, Ratzinger und Neste-Aland lesen &#8211; unabhängig vom Anlaß. Das gehört m. E. zum professionellen Anspruch des Berufes &#8211; ansonsten könnten wir auf die universitäre Ausbildung verzichten. Zur professionellen Berufskompetenz, die ein Studium vermitteln soll, gehört dann aber, auf den Anlaß und die Zielgruppe entsprechend einzugehen, ohne den Anspruch der eigenen Botschaft dabei zu nivellieren oder zu &#8220;verraten&#8221;.</p>
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	<item>
		<title>Von: Dr. Axel Bernd Kunze</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4227</link>
		<dc:creator>Dr. Axel Bernd Kunze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 16:33:13 +0000</pubDate>
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		<description>Nein, das &quot;Zukunftsparadoxon&quot; will ich jetzt gar nicht wiederholen, auch wenn die Pädagogik diesem niemals wird ausweichen können. Mir geht es um etwas anderes: Schule kann schon aus Zeitgründen nicht in &quot;alles&quot; einführen, aber in das &quot;Ganze&quot; unserer Kultur - und das exemplarisch. Dazu gehört aber auch die Auseinandersetzung mit den Klassikern. Über die genaue Titelauswahl können wir dann gern streiten. Ich bleibe aber dabei, daß es Inhalte gibt, mit denen ich bestimmte sprachliche oder literarische Fähigkeiten besser ausbilden kann an als mit anderen. Nun muß niemand ein Freund von Heinrich Mann werden, aber die Fähigkeit, diesen lesen zu können, sollte von einem Abiturienten schon erwartet werden dürfen - sonst brauchen wir das Abitur nicht mehr Hochschulreife zu nennen. Außerdem sehe ich es durchaus als Aufgabe der Schule an, bestimmte Inhalte vorzugeben. Schüler sollten altersangemessen an Entscheidungen beteiligt werden, ihre Möglichkeitsbedingungen, solche Entscheidungen in freier Verantwortung selbst zu treffen sollten aber auch nicht über- und die erzieherische Verantwortung der Lehrer dagegen nicht unterschätzt werden (wozu auch eine didaktische Auswahlkompetenz gehört). In der Freizeit können die Schüler Bravo lesen und Tokio Hotel hören, in der Schule sollten sie Heinrich Mann, Thomas Mann, Schiller und Johann Sebastian Bach kennenlernen. Es ist nicht die Aufgabe der Schule, bloß ein Abbild der zufällig gerade aktuellen Populärkultur zu liefern. Im übrigen weiß schon der Volksmund, daß mitunter der Appetit erst beim Essen kommt. Die Kompetenz auszubilden, mich begründet für oder gegen etwas zu entscheiden, setzt voraus, daß ich bestimmte Inhalte überhaupt erst einmal kenne. Wenn Schule dagegen bei den Bildungsinhalten nur auf die Selbstauswahl der Schüler setzen wollte, würde sie zum beliebigen Bauchwarenladen verkommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, das &#8220;Zukunftsparadoxon&#8221; will ich jetzt gar nicht wiederholen, auch wenn die Pädagogik diesem niemals wird ausweichen können. Mir geht es um etwas anderes: Schule kann schon aus Zeitgründen nicht in &#8220;alles&#8221; einführen, aber in das &#8220;Ganze&#8221; unserer Kultur &#8211; und das exemplarisch. Dazu gehört aber auch die Auseinandersetzung mit den Klassikern. Über die genaue Titelauswahl können wir dann gern streiten. Ich bleibe aber dabei, daß es Inhalte gibt, mit denen ich bestimmte sprachliche oder literarische Fähigkeiten besser ausbilden kann an als mit anderen. Nun muß niemand ein Freund von Heinrich Mann werden, aber die Fähigkeit, diesen lesen zu können, sollte von einem Abiturienten schon erwartet werden dürfen &#8211; sonst brauchen wir das Abitur nicht mehr Hochschulreife zu nennen. Außerdem sehe ich es durchaus als Aufgabe der Schule an, bestimmte Inhalte vorzugeben. Schüler sollten altersangemessen an Entscheidungen beteiligt werden, ihre Möglichkeitsbedingungen, solche Entscheidungen in freier Verantwortung selbst zu treffen sollten aber auch nicht über- und die erzieherische Verantwortung der Lehrer dagegen nicht unterschätzt werden (wozu auch eine didaktische Auswahlkompetenz gehört). In der Freizeit können die Schüler Bravo lesen und Tokio Hotel hören, in der Schule sollten sie Heinrich Mann, Thomas Mann, Schiller und Johann Sebastian Bach kennenlernen. Es ist nicht die Aufgabe der Schule, bloß ein Abbild der zufällig gerade aktuellen Populärkultur zu liefern. Im übrigen weiß schon der Volksmund, daß mitunter der Appetit erst beim Essen kommt. Die Kompetenz auszubilden, mich begründet für oder gegen etwas zu entscheiden, setzt voraus, daß ich bestimmte Inhalte überhaupt erst einmal kenne. Wenn Schule dagegen bei den Bildungsinhalten nur auf die Selbstauswahl der Schüler setzen wollte, würde sie zum beliebigen Bauchwarenladen verkommen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Alexander Filipović</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4226</link>
		<dc:creator>Alexander Filipović</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 15:52:24 +0000</pubDate>
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		<description>...und ob der Nestle-Aland oder Rahner dem Anlass entsprechen... Vielleicht doch eher Tiki Küstenmacher (wer immer das ist...). Offenbar, lieber Axel, habe ich einen Mitstreiter gefunden was die Frage angeht, ob es &quot;wertvolle Unterrichtsinhalte an sich&quot; geben kann. Entscheidend bleibt ihre funktionale Verwendung im Hinblick auf die Lebensführung in der modernen Gesellschaft - und das kann auch mit Don Carlos gehen (vielleicht schmeckt dann der Fencheltee besser). [Jetzt kommt gleich als Erwiderung das Zukunftsparadoxon der Pädagogik...] ;-)

Finde das hier sehr lehrreich!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;und ob der Nestle-Aland oder Rahner dem Anlass entsprechen&#8230; Vielleicht doch eher Tiki Küstenmacher (wer immer das ist&#8230;). Offenbar, lieber Axel, habe ich einen Mitstreiter gefunden was die Frage angeht, ob es &#8220;wertvolle Unterrichtsinhalte an sich&#8221; geben kann. Entscheidend bleibt ihre funktionale Verwendung im Hinblick auf die Lebensführung in der modernen Gesellschaft &#8211; und das kann auch mit Don Carlos gehen (vielleicht schmeckt dann der Fencheltee besser). [Jetzt kommt gleich als Erwiderung das Zukunftsparadoxon der Pädagogik...] <img src='http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Finde das hier sehr lehrreich!</p>
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		<title>Von: Sebastian Zink</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4225</link>
		<dc:creator>Sebastian Zink</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 15:20:43 +0000</pubDate>
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		<description>Tja, da ist NRW Bayern offensichtlich wirklich einen Schritt voraus (aber wir haben ja Gott sei Dank einen Landesvater, der weiß was für uns gut ist und uns das lästige Beurteien und Reflektieren abnimmt - entschuldigung, ich überziehe jetzt auch a biserl). Nichts desto trotz gebe ich dir in Bezug auf die Vermittlung von pädagogischer Reflexions- und Urteilskompetenz recht - so müsste es laufen. Tut es aber nicht - zumindest in Bayern nicht einmal in Ansätzen. Und dann bleibt auch immer noch die Frage, ob eine solche Qualifikation schularten- bzw. (an Gesamtschulen) kursübergreifend in auch nur sich annähernder Weise gelingen kann, insbesondere, da ähnliche Kompetenz auch auf Gebieten wie Gesundheitssystem, Versicherungssystem ... immer mehr von Nöten wird. Da kommt man schnell an die (übrigens inhaltlichen) Grenzen. Deinen Ausführungen zu den Kompetenzen von Lehrern schließe ich mich ebenfalls an. Ich würde sogar sagen, dass auch in deren fachliche und pädagogische Kompetenz nicht zu intensiv hineinzureden wäre - denn sie sind es schließlich, die ob ihres studientechnisch und praktisch erworbenen Reflexionshintergrundes die erzieherische Aufgabe der Eltern in Bezug auf die Entfaltung der Möglichkeiten zu verantwortlichem Handeln und mehr ideal ergänzen können (sollten). Nichts desto trotz gibt es viele Bereiche, in denen Schüler bei der Gestaltung von Unterricht und Schule intensiver einbezogen werden könnten und sollten.
Eine Anmerkung noch zu Heinrich Mann. Die Fähigkeit den &quot;Untertan&quot; zu lesen, ist m.M. nach eine Kompetenz, die vielleicht mit &quot;(literarische) Texte lesen und verstehen können&quot; umschrieben werden könnte. Diese ist an Texten unterschiedlicher Fasson und literarischer Qualität zu erwerben, denn Schüler werden in ihrem Leben mit unterschiedlichsten Texten konfrontiert sein. Einen festen literarischen Kanon halte ich für Unsinn und würde es eher dem - dann geschulten - Verständnis und Eigenurteil der Schüler überlassen, was ihnen gefällt und welche Texte sie jenseits einer inhaltlichen Ebene auch auf ästhetische Weise genießen können (Kompetenz: &quot;Lektüre selbstverantwortlich auswählen und beurteilen&quot;). Ich z.B. finde  &quot;Der Untertan&quot; auch sprachlich furchtbar und in keinster Weise (außer vielleicht bei literatur- bzw. gesellschaftshistorischem Gesellschaftsinteresse) für weiterempfehlenswert.    Schon gar nicht für den Unterricht. Der Prediger sollte vor dem Reflexionshintergrund eines Theologiestudiums (das wie jedes Studium im Gegensatz zur Schule auf ein relativ eng gefasstes Ziel hinsteuert und daher auch spezifische Inhalte umfasst) die Fähigkeit haben, seine theologische Lektüre dem Anlass entsprechend auszuwählen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Tja, da ist NRW Bayern offensichtlich wirklich einen Schritt voraus (aber wir haben ja Gott sei Dank einen Landesvater, der weiß was für uns gut ist und uns das lästige Beurteien und Reflektieren abnimmt &#8211; entschuldigung, ich überziehe jetzt auch a biserl). Nichts desto trotz gebe ich dir in Bezug auf die Vermittlung von pädagogischer Reflexions- und Urteilskompetenz recht &#8211; so müsste es laufen. Tut es aber nicht &#8211; zumindest in Bayern nicht einmal in Ansätzen. Und dann bleibt auch immer noch die Frage, ob eine solche Qualifikation schularten- bzw. (an Gesamtschulen) kursübergreifend in auch nur sich annähernder Weise gelingen kann, insbesondere, da ähnliche Kompetenz auch auf Gebieten wie Gesundheitssystem, Versicherungssystem &#8230; immer mehr von Nöten wird. Da kommt man schnell an die (übrigens inhaltlichen) Grenzen. Deinen Ausführungen zu den Kompetenzen von Lehrern schließe ich mich ebenfalls an. Ich würde sogar sagen, dass auch in deren fachliche und pädagogische Kompetenz nicht zu intensiv hineinzureden wäre &#8211; denn sie sind es schließlich, die ob ihres studientechnisch und praktisch erworbenen Reflexionshintergrundes die erzieherische Aufgabe der Eltern in Bezug auf die Entfaltung der Möglichkeiten zu verantwortlichem Handeln und mehr ideal ergänzen können (sollten). Nichts desto trotz gibt es viele Bereiche, in denen Schüler bei der Gestaltung von Unterricht und Schule intensiver einbezogen werden könnten und sollten.<br />
Eine Anmerkung noch zu Heinrich Mann. Die Fähigkeit den &#8220;Untertan&#8221; zu lesen, ist m.M. nach eine Kompetenz, die vielleicht mit &#8220;(literarische) Texte lesen und verstehen können&#8221; umschrieben werden könnte. Diese ist an Texten unterschiedlicher Fasson und literarischer Qualität zu erwerben, denn Schüler werden in ihrem Leben mit unterschiedlichsten Texten konfrontiert sein. Einen festen literarischen Kanon halte ich für Unsinn und würde es eher dem &#8211; dann geschulten &#8211; Verständnis und Eigenurteil der Schüler überlassen, was ihnen gefällt und welche Texte sie jenseits einer inhaltlichen Ebene auch auf ästhetische Weise genießen können (Kompetenz: &#8220;Lektüre selbstverantwortlich auswählen und beurteilen&#8221;). Ich z.B. finde  &#8220;Der Untertan&#8221; auch sprachlich furchtbar und in keinster Weise (außer vielleicht bei literatur- bzw. gesellschaftshistorischem Gesellschaftsinteresse) für weiterempfehlenswert.    Schon gar nicht für den Unterricht. Der Prediger sollte vor dem Reflexionshintergrund eines Theologiestudiums (das wie jedes Studium im Gegensatz zur Schule auf ein relativ eng gefasstes Ziel hinsteuert und daher auch spezifische Inhalte umfasst) die Fähigkeit haben, seine theologische Lektüre dem Anlass entsprechend auszuwählen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Dr. Axel Bernd Kunze</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4222</link>
		<dc:creator>Dr. Axel Bernd Kunze</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 13:49:45 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Und da die Voraussetzungen, die Güte einer Schule zu beurteilen, in unserer Gesellschaft wohl sehr unterschiedlich ausgeprägt sind ...&quot; - ... und gerade deswegen gibt es so schöne Fächer wie Pädagogik (zumindest in NRW). :-) Zurück zum fachdidaktischen Ernst: Pädaogik ist - neben Politik (im weitesten Sinne), Recht, Religion und Wirtschaft - ein wichtiger Teil unseres sozialen Lebens. Daher sollte im sozialwissenschaftlichen Aufgabenfeld der Schule - auch über einen speziellen Pädagogikunterricht hinaus - eines der aufgabenfelddidaktischen Ziele die Vermittlung, pädagogischer Reflexions- und Urteilskompetenz sein. Schule wird immer in bestimmten Grenzen ein Schonraum bleiben, das ist eines ihrer Charakteristika. Daß Tugenderziehung nicht zuletzt durch die  Übernahme eigener Verantwortung - und dann auch eigener Haftung - geschehen sollte, unterstreiche ich allerdings ausdrücklich. Was m. E. allerdings nicht passieren darf, ist, daß dabei Kompetenzgrenzen überschritten oder verwischt werden - beispielsweise, wenn Schüler (oder auch Eltern) über dienstrechtliche Angelegenheiten von Lehrern zu entscheiden haben; dies bleibt Aufgabe des Dienstherrn oder der Lehrer selbst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Und da die Voraussetzungen, die Güte einer Schule zu beurteilen, in unserer Gesellschaft wohl sehr unterschiedlich ausgeprägt sind &#8230;&#8221; &#8211; &#8230; und gerade deswegen gibt es so schöne Fächer wie Pädagogik (zumindest in NRW). <img src='http://geloggd.alexander-filipovic.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  Zurück zum fachdidaktischen Ernst: Pädaogik ist &#8211; neben Politik (im weitesten Sinne), Recht, Religion und Wirtschaft &#8211; ein wichtiger Teil unseres sozialen Lebens. Daher sollte im sozialwissenschaftlichen Aufgabenfeld der Schule &#8211; auch über einen speziellen Pädagogikunterricht hinaus &#8211; eines der aufgabenfelddidaktischen Ziele die Vermittlung, pädagogischer Reflexions- und Urteilskompetenz sein. Schule wird immer in bestimmten Grenzen ein Schonraum bleiben, das ist eines ihrer Charakteristika. Daß Tugenderziehung nicht zuletzt durch die  Übernahme eigener Verantwortung &#8211; und dann auch eigener Haftung &#8211; geschehen sollte, unterstreiche ich allerdings ausdrücklich. Was m. E. allerdings nicht passieren darf, ist, daß dabei Kompetenzgrenzen überschritten oder verwischt werden &#8211; beispielsweise, wenn Schüler (oder auch Eltern) über dienstrechtliche Angelegenheiten von Lehrern zu entscheiden haben; dies bleibt Aufgabe des Dienstherrn oder der Lehrer selbst.</p>
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	<item>
		<title>Von: Sebastian Zink</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4221</link>
		<dc:creator>Sebastian Zink</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 11:37:02 +0000</pubDate>
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		<description>Da haben Axel und ich jetzt wohl gleichzeitig geschrieben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da haben Axel und ich jetzt wohl gleichzeitig geschrieben.</p>
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	<item>
		<title>Von: Sebastian Zink</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4220</link>
		<dc:creator>Sebastian Zink</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 11:35:10 +0000</pubDate>
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		<description>Hm, das Lesen dieser Diskussion reizt mich jetzt auch zu ein paar Kommentaren.
Zunächst zu den Bildungsstandards: Bildungsstandards sind dem Anspruch nach Versuch der Umorientierung der Steuerung des Bildungssystems von einer Input-Orientierung, bei welcher Lehrpläne vorschreiben, welche Inhalte und Gegenstände im Unterricht zu behandeln sind, zu einer Outcome-Orientierung - sprich es sollen nicht Gegenstände und konkrete Inhalte, sondern die an ihnen zu erwerbenden Kompetenzen festgelegt werden. Im Ergebnis sollen a) die Schulen und Lehrer eine größere Freiheit bei der Auswahl und Anordnung der Inhalte bekommen, um den Unterricht besser auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse und -erfahrungen der Schüler anpassen zu können, und b) eine größere Vereinheitlichung und Verbindlichkeit der Lernergebnisse erzielt werden -- nur eben nicht im Sinne konkret gelernter &quot;Inhalte&quot;, sondern von Kompetenzen. Allerdings müssen die dann auch konkret genug definiert sein, woran es aktuell m. M. nach noch arg mangelt. Die Idee ist trotzdem ja an sich nicht schlecht,  nur konsequent zu Ende gedacht, bräuchte es dann zum einen andere Instrumente, um der Selektionsfunktion von Schule sinnvoll gerecht zu werden - Kompetenzen in eine Sechsernotenskala zu fassen ist ja wohl nicht wirklich aussagekräftig. Zum anderen bräuchte es einen stärkeren Wettbewerb unter den Schulen, sprich mehr Eigenverantwortung für die einzelne Schule und damit auch mehr Verantwortung für die Eltern, die die Schule für ihr Kind ja dann doch entscheidend mit aussuchen. Und da die Voraussetzungen, die Güte einer Schule zu beurteilen, in unserer Gesellschaft wohl sehr unterschiedlich ausgeprägt sind (und immer sein werden), lugt dann doch sehr schnell wieder das Gespenst des Gerechtigkeitsmangels hinter dem Berg hervor. In der Praxis wird die ganze Sache also dann gleich wieder wesentlich komplexer (mal ganz abgesehen davon, ob z.B. die Bayerische Staatsregierung es wirklich schaffen würde, sich einen engeren Zugriff auf das Bildungssystem zu verkneifen).

Dann zum Thema &quot;Tugenderziehung&quot;: Verbote bringen auch m.M. nach nichts, eine &quot;Tugenderziehung&quot; allerdings ist auch eine schöne Forderung, die zum einen aber letztendlich nur die Förderung einer verantwortlichen Lebensgestaltung bedeuten kann (zu der auch ein gewisses Maß an Genuss gehört) und zum anderen die Frage aufwirft, wie das tun? Ein entscheidender Baustein wäre für mich hier ein stärkeres &quot;in-Verantwortung-nehmen&quot; der Jugendlichen, was neben des Schaffens von Möglichkeiten der Verantwortungsübernahme v.a. bedeutet, dass die Konsequenzen ihres Handelns sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht stärker auf sie zurückfallen. In unserem Schonraumkonstrukt sind sie doch zu einem Großteil kaum persönlich und entscheidend von diesen betroffen. In einer solchen Logik halte ich auch die vom Bayerischen Kultusministerium in der letzten Woche per Pressemitteilung verkündete Zielrichtung, Eltern (und nicht die Schüler!!!) bei der Gestaltung von Schule stärker einzubeziehen, für eine falsche Weichenstellung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hm, das Lesen dieser Diskussion reizt mich jetzt auch zu ein paar Kommentaren.<br />
Zunächst zu den Bildungsstandards: Bildungsstandards sind dem Anspruch nach Versuch der Umorientierung der Steuerung des Bildungssystems von einer Input-Orientierung, bei welcher Lehrpläne vorschreiben, welche Inhalte und Gegenstände im Unterricht zu behandeln sind, zu einer Outcome-Orientierung &#8211; sprich es sollen nicht Gegenstände und konkrete Inhalte, sondern die an ihnen zu erwerbenden Kompetenzen festgelegt werden. Im Ergebnis sollen a) die Schulen und Lehrer eine größere Freiheit bei der Auswahl und Anordnung der Inhalte bekommen, um den Unterricht besser auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse und -erfahrungen der Schüler anpassen zu können, und b) eine größere Vereinheitlichung und Verbindlichkeit der Lernergebnisse erzielt werden &#8212; nur eben nicht im Sinne konkret gelernter &#8220;Inhalte&#8221;, sondern von Kompetenzen. Allerdings müssen die dann auch konkret genug definiert sein, woran es aktuell m. M. nach noch arg mangelt. Die Idee ist trotzdem ja an sich nicht schlecht,  nur konsequent zu Ende gedacht, bräuchte es dann zum einen andere Instrumente, um der Selektionsfunktion von Schule sinnvoll gerecht zu werden &#8211; Kompetenzen in eine Sechsernotenskala zu fassen ist ja wohl nicht wirklich aussagekräftig. Zum anderen bräuchte es einen stärkeren Wettbewerb unter den Schulen, sprich mehr Eigenverantwortung für die einzelne Schule und damit auch mehr Verantwortung für die Eltern, die die Schule für ihr Kind ja dann doch entscheidend mit aussuchen. Und da die Voraussetzungen, die Güte einer Schule zu beurteilen, in unserer Gesellschaft wohl sehr unterschiedlich ausgeprägt sind (und immer sein werden), lugt dann doch sehr schnell wieder das Gespenst des Gerechtigkeitsmangels hinter dem Berg hervor. In der Praxis wird die ganze Sache also dann gleich wieder wesentlich komplexer (mal ganz abgesehen davon, ob z.B. die Bayerische Staatsregierung es wirklich schaffen würde, sich einen engeren Zugriff auf das Bildungssystem zu verkneifen).</p>
<p>Dann zum Thema &#8220;Tugenderziehung&#8221;: Verbote bringen auch m.M. nach nichts, eine &#8220;Tugenderziehung&#8221; allerdings ist auch eine schöne Forderung, die zum einen aber letztendlich nur die Förderung einer verantwortlichen Lebensgestaltung bedeuten kann (zu der auch ein gewisses Maß an Genuss gehört) und zum anderen die Frage aufwirft, wie das tun? Ein entscheidender Baustein wäre für mich hier ein stärkeres &#8220;in-Verantwortung-nehmen&#8221; der Jugendlichen, was neben des Schaffens von Möglichkeiten der Verantwortungsübernahme v.a. bedeutet, dass die Konsequenzen ihres Handelns sowohl in positiver wie auch negativer Hinsicht stärker auf sie zurückfallen. In unserem Schonraumkonstrukt sind sie doch zu einem Großteil kaum persönlich und entscheidend von diesen betroffen. In einer solchen Logik halte ich auch die vom Bayerischen Kultusministerium in der letzten Woche per Pressemitteilung verkündete Zielrichtung, Eltern (und nicht die Schüler!!!) bei der Gestaltung von Schule stärker einzubeziehen, für eine falsche Weichenstellung.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Diedrich</title>
		<link>http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/03/14/schule-in-bayern-eine-katastrophe/comment-page-1/#comment-4219</link>
		<dc:creator>Diedrich</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 11:03:28 +0000</pubDate>
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		<description>Kann ich meine Kommentare bearbeiten? Das mit dem Link hat nicht geklappt - Codefehler...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kann ich meine Kommentare bearbeiten? Das mit dem Link hat nicht geklappt &#8211; Codefehler&#8230;</p>
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