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Keiner kennt das Eichsfeld – Pleitgen bei Harald Schmidt

Donnerstag, 22. März 2007 | Autor: Alexander Filipović

Blick auf den Euzenberg aus Richtung Esplingerode, fotografiert von augenkitzel (http://www.flickr.com/photos/augenkitzel/)Gestern Abend hat Fritz Pleitgen bei Harald Schmidt angekündigt, einen Film über das Eichsfeld machen zu wollen (Sendetermin offenbar am 3. Oktober 2007). Es würde eine ganz kautzige und schrullige Geschichte werden. Seine Frage ins Publikum, ob jemand das Eichsfeld kenne, konnte niemand bejahen. Ein Jammer.

Ach ja: Kein Eichsfelder und keine Eichsfelderin sagt übrigens Eichsfeld (wie Fritz Pleitgen), sondern wir sagen [Eiksfeld]. Hoffentlich denkt Herr Pleitgen daran, wenn er den Film macht. Als Eichsfelder bin ich sehr patriotisch, esse liebend gerne “Kälberblase” und weise auch darauf hin, dass das Eichsfeld einen süd-östlichen (Thüringen, Obereichsfeld) und einen nord-westlichen (Niedersachsen, Untereichsfeld) Teil hat. Damit eignet sich der Landstrich natürlich für einen Beitrag am 3. Oktober… Beide Teile sind übrigens vor allem katholisch und als Ganzes ist das Eichsfeld bestimmt mit Sicherheit die schönste Gegend in ganz Deutschland Europa (”Deutschlands nördlichster Süden”).

Pleitgen war von 1977-1982 ARD-Korrespondent in der DDR (vgl. hier) und hat anscheinend die Eichsfelder (und die Kälberblase?) lieben gelernt. Der Thüringer Allgemeinen verriet er am 20.3.07:

Ja, zu Ostern beginne ich mit einem Film über das Eichsfeld. Meine Biografie lässt mich nicht los. Ich habe die Teilung Deutschlands und die Teilung unserer Kontinents als Berichterstatter erlebt, ich war journalistischer Augenzeuge der Wiedervereinigung. Ich kann also anhand meiner eigenen Berichte dokumentieren, wie sich die Verhältnisse in den verschiedenen Regionen verändert haben. Das Eichsfeld ist dafür ein besonders attraktives Beispiel. (Quelle)

Bin sehr gespannt…

Thema: Allgemein | 7 Kommentare

“Identity is social” (claimID)

Mittwoch, 21. März 2007 | Autor: Alexander Filipović

Dass Identität ein Ergebnis sozialer Prozesse ist, ist klar und wird durch die steigende Relevanz sozialer Netzwerke heute deutlich: Identitätsmanagement wird zugleich anspruchsvoller und wichtiger und social networks (meinetwegen im Web2.0) helfen dabei. Die Identität gibt es nicht in der Realität, genauer: gibt es nicht unabhängig von einem Beobachter dieser Identität. Es gibt nur Darstellungen (”Erzählungen”) von Identitäten. Das heißt auch, dass Identität gestaltet werden muss, mit anderen Worten: uns, den Menschen, aufgegeben ist. “Identität” ist damit ein Gegenstand sozialethischer Reflexion.

OpenID ist ein Rahmen für die digitale Identität (oder: a “free framework for user-centric digital identity”, ebd.). Aber auch eine digitale Identität kommt nicht ohne “Kontakt”, “Kommunikation” und “Interaktion” aus. ClaimID (schon vorher mehr als ein OpenID-Server) hat jetzt ein Feature eingebaut, mit dem man Kontakte über OpenIDs herstellen und pflegen kann. Zitat:

With more and more services producing OpenIDs (AOL, Wordpress.com, etc), it just makes sense to build this contact system on top of OpenID. Making contact networks, or social networks, or whatever you want to call them OpenID-based is the future… (Quelle)

Irgendwie ist die Sache mit den OpenIds für mich noch ein wenig schleierhaft und geheimnisvoll, vermute aber, dass das in Zukunft Teil unseres Lebens sein wird und ein riesiges Potenzial besitzt (vgl. auch hier). Deswegen ist dieses Weblog (http://geloggd.alexander-filipovic.de) und die Portalseite (http://www.alexander-filipovic.de) und mein claimID-Accout meine OpenID. Jetzt bin ich im Netz.

Thema: (Sozial)Ethik, Software, Weblogs | Ein Kommentar

Second Life und die Journaille

Freitag, 16. März 2007 | Autor: Alexander Filipović

Beim Lesen der ganzen Spiegels, Kulturseiten, Wochenzeitungen usw. ist mir auch durch den Kopf gegangen, ob im Second Life eigentlich vor allem ganz pfiffige und vor allem trendige Journalisten unterwegs sind? Spreeblick bringt es auf den Punkt und hat auch einen Seitenhieb für den Redaktionsalltag übrig:

Second Life ist ein virtueller Swingerclub für Journalisten. Die Plattform wird von den großen Medienhäusern der Welt finanziert um in den kommenden Jahren die Redaktionskantine, Betriebsausflüge und Konferenzräume zu ersetzen und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz endlich auch denjenigen möglich zu machen, die gar keinen haben.

Thema: Medienethik | Beitrag kommentieren

Schule in Bayern – eine Katastrophe?

Mittwoch, 14. März 2007 | Autor: Alexander Filipović

Heute in der “Süddeutschen Zeitung” hat Birgit Taffertshofer einen sehr interessanten und kritischen Artikel über das Schulsystem in Bayern geschrieben (”Abi um jeden Preis“). Während auf der Didacta der Stand des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus laut Berichten überaus üppig ausgefallen ist, müssen die bayerischen Gymnasiallehrer wieder zu Frontalunterricht übergehen, weil sonst der Stoff nicht vermittelt werden kann, so der Artikel. Und weiter: Grundschullehrer und -lehrerinnen haben keine Zeit, sich mit den Kindern zu beschäftigen, weil Sie sich mit unverschämten Eltern auseinandersetzen müssen, die ihr Kind in das Gymnasium pressen wollen. Ich kenne da eine Grundschullehrerin aus der Nähe des Starnberger Sees (auf diese Region wird im Artikel auch Bezug genommen), die davon Horrorgeschichten erzählen kann.

Dazu passt, dass in der gleichen Ausgabe der Süddeutschen die Lebenserinnerungen des Pädagogen Hartmut von Hentig positiv rezensiert werden. Vielleicht wäre das ja eine anregende Lektüre für die Verantwortlichen in Bayern?

Thema: Bildung | 20 Kommentare

Seminar mit Isomatte

Mittwoch, 7. März 2007 | Autor: Alexander Filipović

Gleich darf ich mich im weitesten Sinne hochschuldidaktisch fortbilden. Ich besuche ein Seminar des Fortbildungszentrums für Hochschullehre (FBZHL) der nordbayerischen Universitäten. Unter dem Titel “Atem- und Stimmtraining” geht es um gezielten Einsatz der Hoch- und Tiefatmung, schonenden Stimmeinsatz, deutliche Artikulation und Betonung und motivierendes Sprechen. Seminarleiter ist Georg Stippler (Kommunikations- und Sprechpädagoge).
In der Einladung steht:

Bitte bringen Sie zu der Veranstaltung eine Isomatte oder eine Decke mit, auf die Sie sich während einiger Übungen im Seminar legen können.

Da bin ich wirklich mal gespannt…

Thema: Allgemein | 2 Kommentare